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Pro Musik - Verband freier Musikschaffender e.V.
Pro Musik
Pro Musik - Verband freier Musikschaffender e.V.
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Wir setzen uns dafür ein, freischaffenden Musiker*innen Zugang zur Arbeitslosenversicherung zu ermöglichen und die Versicherungsbeiträge als 4. Säule in die Künstlersozialkasse zu integrieren. Würden Sie eine dahingehende Reform von KSK und Arbeitslosenversicherung unterstützen?
Ja. DIE LINKE will alle bislang von der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung ausgeschlossenen (zum Beispiel Soloselbstständige und Freiberufler*innen) in die Arbeitslosenversicherung einbeziehen. Die Auftraggeber*innen wollen wir analog den Arbeitgeber*innen an den Beiträgen beteiligen.
Themen:
Kultur und Medien
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Musiker*innen, deren Gagen nicht durch den Sonderfonds für Kulturveranstaltungen abgesichert sind und die im Jahr 2022 nicht das Durchschnittseinkommen der Jahre 2017-19 erreichen, benötigen weiterhin wirtschaftliche Unterstützung. Wird die Neustarthilfe auch nach September 2021 fortgeführt?
Ja, DIE LINKE will Selbstständigen und Freiberufler*innen aus dem Kunst-, Kultur-, Medien- und Kreativbereich eine gute Wiederaufnahme ihrer Tätigkeiten ermöglichen. In diesem Sinne soll für die Dauer der Coronapandemie der Zugang zu einer monatlichen Pauschale in Höhe von mindestens 1.200 Euro – auch rückwirkend ab März 2020 – ermöglicht werden.
Themen:
Kultur und Medien
3
Viele KSK-Versicherte mussten 2020/21 ihren monatlichen Beitrag und damit auch die Rentenversicherungsbeiträge herabsetzen. Andere mussten ihre Lebenshaltungskosten aus Ersparnissen oder aus ihrer privaten Altersvorsorge finanzieren. Wird es eine Kompensation der geminderten Rentenansprüche geben?
Ja, siehe Antwort auf Frage 2. Als LINKES Kernprojekt wollen wir alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen, die Rentenkürzung zurücknehmen und die Regelaltersgrenze wieder senken. Das Rentenniveau wollen wir sofort auf 53 Prozent anheben. Unser Konzept der Solidarischen Erwerbstätigenversicherung bietet eine gesetzliche Alterssicherung auch für bislang nicht versicherte Selbstständige, Freiberufler*innen, Beamt*innen, Manager*innen und Politiker*innen. Als Garantie führen wir eine Solidarische Mindestrente von 1.200 Euro für all jene ein, die trotz der Reformmaßnahmen in der Rente ein zu niedriges Alterseinkommen haben, um davon leben zu können.
Themen:
Kultur und Medien
4
2016 wurde für die Einkommensteuer der Land- & Forstwirte das System der Gewinnglättung eingeführt, um den wechselhaften Einkommensverhältnissen gerecht zu werden. Wäre dieses Modell, bei dem ein Durchschnittsgewinn über 3 Jahre als Berechnungsgrundlage dient, auch für Musiker*innen denkbar?
DIE LINKE hat dazu keine grundsätzliche Position, aber die Erfahrung bei den Landwirten zeigt, dass die Besteuerung der durchschnittlichen Einkommen für die Einzelnen auch nachteilig sein kann. Unser Ansatz ist deshalb die Arbeitsverhältnisse und soziale Absicherung durch branchenspezifische Honoraruntergrenzen zu verbessern und den Bundeszuschuss bei der Künstlersozialkasse zu erhöhen. Zudem wollen wir alle in die gesetzlichen Sozialsicherungssysteme (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) einbeziehen, um die soziale Absicherung von unstetig Beschäftigten und Soloselbstständigen zu verbessern. Wir halten das für den zielführenderen Weg.
Themen:
Kultur und Medien
5
Das Mutterschaftsgeld von Arbeitnehmerinnen bemisst sich an der Höhe des Einkommens - nicht an der Höhe des Kurzarbeitergeldes. Das Mutterschaftsgeld von KSK-Mitgliedern hingegen wird an der Höhe des pandemiebedingt reduzierten KSK-Beitrags bemessen. Werden Sie diese Ungleichbehandlung kompensieren?
Ja, die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmerinnen und KSK-Mitgliedern in Bezug auf Mutterschaftsleistungen im Kontext der Coronapandemie ist nicht hinnehmbar. Wir setzen uns daher für Regelungen ein, damit KSK-Mitglieder während ihres Mutterschutzes nicht pandemiebedingt benachteiligt werden.
Themen:
Kultur und Medien