Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021

RPP Group GmbH im Auftrag von GLAUKOS Germany GmbH

GLAUKOS Germany GmbH

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Es bedarf mehr Aufklärungsarbeit, um PatientInnen über alle Versorgungsmöglichkeiten zur Glaukom- und Kataraktbehandlung zu informieren. Welche Aufklärungsstrategien würden Sie fördern, um betroffene PatientInnen ausreichend über alle Behandlungsoptionen aufzuklären?
Wir gehen davon aus, dass die Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten eine originär ärztliche Aufgabe ist.

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Der kombinierte, mikro-invasive, verträgliche und kosteneffiziente Eingriff zur gleichzeitigen Glaukom- und Kataraktbehandlung wird bereits durch erfolgreiche Strukturverträge in Bayern und Bremen umgesetzt. Wie planen Sie sich für eine flächendeckende Umsetzung dieser Behandlungsoption einzusetzen?
DIE LINKE steht Selektivverträgen sehr kritisch gegenüber, da sie ein Wettbewerbsinstrument der Krankenkassen sind. Das zeigt sich auch bei diesem Produkt. Entweder eine Behandlungsart ist sinnvoll bzw. besser als andere, dann sollte sie allen Patient*innen aller Kassen offenstehen. Oder sie ist nicht sinnvoll, bzw. es gibt deutlich bessere Behandlungsarten, dann sollte sie von den Krankenkassen generell nicht übernommen werden. Zu entscheiden hat dies der Gemeinsame Bundesausschuss auf Antrag des Herstellers. Insofern hat es der Hersteller selbst in der Hand, ob ein gutes Produkt von den Kassen übernommen wird. Ob ein solcher Antrag vom Hersteller gestellt wurde, entzieht sich unserer Kenntnis.

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Die kombinierte Behandlung wird bereits von einigen AugenärztInnen durchgeführt. Jedoch besteht noch Aufholbedarf bei dem Wissensstand der behandelnden ÄrztInnen. Planen Sie die Anreizsysteme für ÄrztInnen auszuweiten, um diese Behandlungsoption von Glaukom und Katarakt zu fördern? Wenn ja, wie?
Nein. Die ärztliche Fortbildung ist Aufgabe der Ärztekammern, nicht der Politik. Behandlungsentscheidungen treffen die Ärzt*innen in Absprache mit den Patient*innen. Gesetzliche Anreizsysteme wären hier völlig fehl am Platz.