Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021
Verband Familienarbeit e.V.
Verband Familienarbeit
Verband Familienarbeit e.V.
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Hält es Ihre Partei für mit dem GG (Art. 6,1) vereinbar, dass Kosten und Wertschöpfung der Kindererziehung so stark auseinanderfallen wie in unserem Sozialsystem, indem die erwerbstätig gewordenen Kinder den „Nur-Erwerbstätigen“ in der Regel höhere Renten finanzieren müssen als den eigenen Eltern?
DIE LINKE. setzt sich grundsätzlich dafür ein, dass familiäre Sorgearbeit rentenrechtlich besser anerkannt wird. So fordern wir, dass auch für vor 1992 geborene Kinder drei volle Entgeltpunkte bei der sogenannten "Mütterrente" anerkannt werden. Außerdem machen wir uns für eine bessere Alterssicherung für pflegende Angehörige stark. Nicht zuletzt fordern wir Verbesserungen der Betreuungsinfrastruktur (z.B. mehr KiTa-Plätze, Ganztagsschulen), um beiden Elternteilen eine rege Erwerbsbeteiligung und somit auch eine eigenständige Absicherung für das Alter zu ermöglichen.
2
Hält es Ihre Partei für mit dem GG (Art. 6,2) vereinbar, dass der Staat über die gesetzliche Zuerkennung staatlicher Leistungen, Eltern in ihrer Entscheidung wie sie ihre Kinder erziehen, zu beeinflussen versucht, wie das z. Z. durch die ausschließliche Finanzierung der Fremdbetreuung geschieht?
Kinder haben ein eigenständiges Recht auf Bildung und Frühförderung. Dieser Rechtsanspruch ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) ausgestaltet.
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Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass das Kinderrecht auf Betreuung durch die Eltern besser verwirklicht wird? Wie soll dem vorgebeugt werden, dass eine neue Passage im GG zum Vorwand genommen wird, die Erziehungsarbeit der Eltern noch stärker zu behindern, als das schon bisher geschieht?
Kinder haben ein Recht auf Eltern und dieses Recht ist u.a. ein Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention. DIE LINKE setzt sich seit langem für eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein sowie bessere Arbeitsbedingungen und einem höheren Mindestlohn. Damit wollen wir Familien vor Armut schützen und ihnen mehr Zeitautonomie gewähren. DIE LINKE plant keine Initiative, die das Ziel verfolgt, die Erziehungsarbeit von Eltern mittels einer Änderung des Grundgesetzes "noch stärker zu behindern".
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Wird sich Ihre Partei für eine finanzielle Gleichbehandlung der elterlichen und der Fremdbetreuung von U3-Kindern einsetzen, um eine echte Wahlfreiheit für alle Eltern zu ermöglichen?
DIE LINKE sieht hier keinen Handlungsbedarf.
5
Wird sich Ihre Partei für einen Abbau der Diskriminierung von Mehr-Kind-Eltern und von jungen Eltern einsetzen, die sich aufgrund der "Lohnersatzfunktion" des Elterngeldes ergibt? Betrachten Sie die Betreuung eines Kindes als Ausfalltatbestand wie Krankheit und Arbeitslosigkeit oder als Arbeit?
Sorgearbeit muss besser anerkannt werden, daher setzt sich DIE LINKE. grundsätzlich dafür ein, dass familiäre Sorgearbeit rentenrechtlich besser anerkannt wird. So fordern wir, dass auch für vor 1992 geborene Kinder drei volle Entgeltpunkte bei der sogenannten "Mütterrente" anerkannt werden.