Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021

Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. - VDPM

VDPM

Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. - VDPM

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Unterstützen Sie diese Forderung?
Ja, diese Forderung unterstützen wir nachdrücklich. Moderne regenerative Heizsysteme für den Restwärmebedarf funktionieren nur dann effizient, wenn das Gebäude einen guten energetischen Zustand hat. Insbesondere die Wärmepumpe, auf die der Schwerpunkt der Restwärmeversorgung liegen muss, erfordert in der Regel niedrige Vorlauftemperaturen. Aus diesem Grund treten wir der Illusion entgegen, Defizite bei energetischen Sanierungen oder gar bei Neubaustandards später mit regenerativer Wärme ausgleichen zu wollen. Solche Konzepte setzen auf regenerative Wärmequellen, die es in diesem Umfang nicht geben wird. Entsprechend sehen wir auch im Einsatz von grünem Wasserstoff im Gebäudebereich keine Zukunft. Die dafür erforderlichen Ökostrommengen würden bei dieser gegenüber der Wärmepumpe extrem ineffizienten Technologie die Energiewende überfordern.

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Unterstützen Sie diese Forderung?
Ja. Wir wollen ebenfalls die Fördermittel aus dem Energie- und Klimafonds für die energetische Gebäudesanierung aufstocken und effizient so einsetzen, dass bei vermieteten Gebäuden weitgehende Warmmietenneutralität erreicht werden kann. Das muss insbesondere in Wohngebieten garantiert werden, in denen Haushalte mit niedrigen Einkommen leben. Leistungslose Mitnahmeeffekte der Vermieterinnen und Vermieter oder der Missbrauch der energetischen Sanierung zu Verdrängung müssen verhindert werden. Dafür sind auch das Mietrecht bzw. das BGB zu reformieren. Allerdings setzen wir nicht allein auf Förderpolitik, sondern auch auf zu setzende verbindliche Standards, die zu mehr Sanierungsanlässen führen. Sie sollen in der Umsetzung Flexibilität so erlauben, dass die Sanierungsanlässe möglichst nah an den natürlichen Sanierungszyklen liegen. So können Kosten und Ressourcen eingespart werden.

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Unterstützen Sie diese Forderung?
Ja. Die Große Koalition hat ihr Wohnungsbauziel verfehlt. Durch den erheblichen Anteil an teuren Miet- und Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren wurde aber vor allem auch am Bedarf vorbei gebaut. Statt einer Sonder-Afa, die ohne jede soziale Lenkungswirkung auskommt, will DIE LINKE ein öffentliches Wohnungsbauprogramm nach Wiener Vorbild auflegen, das jährlich zehn Milliarden Euro über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren in den sozialen, gemeinnützigen sowie in den kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbau investiert. Damit sorgen wir auch für Planungssicherheit, die für den nötigen Aufbau der entsprechenden Baukapazitäten Voraussetzung ist. Auf diese Weise kann ein auf die soziale Wohnraumversorgung ausgerichteter Wohnungssektor entstehen, der Menschen mit geringen und durchschnittlichen Einkommen, und insbesondere auch Familien, jungen Erwachsen in Ausbildung und Rentner*innen ein sicheres und bezahlbares Zuhause bietet. Das Baukindergeld sehen wir kritisch, da es bei erheblichem Mittelaufwand vor allem Mitnahmeeffekte erzeugt hat.

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Unterstützen Sie diese Forderung?
Ja. Klimaneutralität im Bau- und Gebäudesektor ist nur dann zu verwirklichen, wenn der ökologische Fußabdruck von Bauwerken über den gesamten Zeitraum von der Rohstoffgewinnung bis hin zur Wiederverwendung und Wiederverwertung betrachtet wird. Ein unabhängiges Zertifizierungssystem für Baustoffe, das den gesamten Lebenszyklus berücksichtigt, ist längst überfällig. Wir wollen darüber hinaus klare gesetzliche Regelungen für die Berücksichtigung von und eine Obergrenze des Verbrauchs an grauen Energien.

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Unterstützen Sie diese Forderung?
Ja. Das Nebeneinander von europäischen und nationalen Standards hat den Baustoffmarkt in eine chaotische Lage gestürzt. Die EU-Standards verursachen hohe Kosten bei Herstellern und Verbrauchern, sind aber gegenüber nationalen Regeln und angesichts fehlender Kontrollmöglichkeiten nicht durchsetzbar. Das Ergebnis ist eine weitgehende Rechtsunsicherheit bei der Frage, welche Baustoffe nun zulässig sind und welche nicht. DIE LINKE setzt sich für ein europäisches Regelwerk ein, das mit nationalen Vorgaben nicht im Widerspruch steht, das Sicherheit, Umweltschutz und Gesundheit von Arbeitenden und Verbrauchenden in den Vordergrund stellt und für Bauherren, Architekt*innen und Handwerk Rechtssicherheit schafft.