Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021
Deutsche Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG)
Hämophiliegesellschaft
Deutsche Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG)
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Die Deutsche Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG) fordert, dass für die HCV-infizierten Opfer des Blutskandals endlich eine angemessene humanitäre Entschädigungsregelung auf den Weg gebracht wird. Unterstützen Sie diese Forderung?
Ein ganz klares "Ja!". Wir haben dies in der Vergangenheit bereits häufig im Gesundheitsausschuss thematisiert und auch in Anträgen gefordert. Leider haben die jeweiligen Koalitionsfraktionen (Union, SPD und FDP) dies stets abgelehnt. Andere Staaten haben bereits seit Jahren eine entsprechende Entschädigungsregelung. Auch ist es völlig unverständlich, zwar bezüglich HIV zu entschädigen - wenngleich mehr schlecht als recht - bezüglich einer HCV-Infektion allerdings nicht.
Themen:
Arzneimittel,
Gesundheit und Pflege
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Auf unsere Wahlprüfsteine von 2017 haben Sie geantwortet, dass Ihre Partei „in jedem Fall eine Entschädigungslösung erreichen“ möchte. Die Bundesregierung kritisieren Sie, „dass sie nicht zu ihrer humanitären Verantwortung steht“. Würden Sie als Regierungspartei zu dieser Verantwortung stehen?
Selbstverständlich. Finanziell geht es da angesichts des Bundeshaushalts um keinen großen Brocken. Das ist also kein Grund für eine Ablehnung. Der plausiblere Grund, warum andere Fraktionen das ablehnen, scheint uns in der Anerkennung der Verantwortung der Pharmakonzerne zu liegen. Da unsere Partei keinerlei Unternehmensspenden annimmt, so auch keinerlei Zuwendungen von Arzneimittelherstellern, sind wir bezüglich dessen völlig frei in unseren Positionen.
Themen:
Arzneimittel,
Gesundheit und Pflege
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Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) hat für die Hämophilieversorgung große Veränderung mit teils noch unabsehbaren Folgen mit sich gebracht. Wir fordern hierzu eine jährliche Evaluation mit unserer Beteiligung. Unterstützen Sie dieses Anliegen?
Wir haben diese Änderungen aus Versorgungssicht durchaus kritisch gesehen. Es wäre sicherlich sehr sinnvoll, da nun genau hinzuschauen, ob es Probleme gibt, ob sich die Versorgung verschlechtert hat, welche Effekte die nun fälligen Zuzahlungen haben, usw.. Falls Ihnen da bereits episodische Rückmeldungen vorliegen, wovon wir ausgehen, würden wir uns freuen von Ihnen zu hören, damit wir hier ggf. politischen Handlungsbedarf ermitteln können.
Themen:
Arzneimittel,
Gesundheit und Pflege