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Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) Landesvertretung Hamburg
Verband der Ersatzkassen LV Hamburg
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) Landesvertretung Hamburg
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Gerade in Ballungsgebieten wie Hamburg ist Leistungskonzentration ein wesentlicher Beitrag zu einer hochwertigen Qualität der Krankenhausversorgung und mehr Patientensicherheit. Behandlungen sind nach Studien dort qualitativ besser, wo sie öfter durchgeführt werden. Deshalb müssen Mindestmengenregelungen stärker in der Landes-Krankenhausplanung berücksichtigt werden. Die geplante Ausweitung der Regelungen ist richtig. Wichtig ist aber auch, dass sie tatsächlich umgesetzt werden. Das ist in vielen Kliniken bislang nicht der Fall. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Die Analyse ist richtig, dass es im Durchschnitt so ist, dass die Qualität der Leistungen nachlässt, wenn die Leistung zu selten erbracht wird. Richtig ist auch, dass die Landeskrankenhausplanung der beste Ort ist, an dem das Berücksichtigung finden sollte und nicht ein bundesweites Vergütungssystem. Wir wollen die Krankenhausplanung der Länder stärken, indem wir für einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich 2,5 Mrd. Euro an Bundesmitteln bereitstellen wollen um auf jeden Euro, den die Länder zusätzlich in die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser stecken, einen Euro aus Bundesmitteln drauflegen. Damit könnten jährlich insgesamt 5 Mrd. Euro gehebelt werden und die Landeskrankenhausplanung würde wieder gestalten können, statt Mängel zu verwalten.
Themen:
Gesundheit und Pflege
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Eine vdek-Auswertung von Daten der Gesundheitsberichterstattung der Länder hat ergeben, dass in Hamburg die Gesundheitsausgaben im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in vielen Bereichen wachsend sind. Im aktuellsten überblickbaren Zehnjahres-Zeitraum, von 2008 bis 2018, nahmen sie in der Gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich zum Schnitt deutlich um 21 Prozent zu, in der Sozialen Pflegeversicherung um 20 Prozent und bei den Arbeitgebern um 16 Prozent. Nur beim Öffentlichen Haushalt sind die Wachstumsraten leicht rückläufig. Dies zeigt, dass auch in Hamburg der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) von der öffentlichen Hand unterfinanziert ist. Das muss ein Ende haben, nicht zuletzt im Hinblick auf Pandemie-Zeiten. Was sollte Ihrer Ansicht nach unternommen werden?
Wir können die Zahlen aufgrund der fehlenden Quelle nicht ganz nachvollziehen, sie scheinen jedoch plausibel. Ein Teil der Steigerung wird vermutlich auf das in Hamburg im Vergleich zum Bundesdurchschnitt stärkere Bevölkerungswachstum zurückzuführen sein, ein weiterer Teil durch verstärkte Zentrenbildung und der im zeitlichen Verlauf stärkeren Sogwirkung Hamburgs auch auf das Umland sowie die oft nicht ganz billigen Innovationen, die dort zum Einsatz kommen. Umso drastischer allerdings erscheint in diesem Licht die Unterfinanzierung des ÖGD in Hamburg. Wir geben Ihnen völlig Recht, dass nun spätestens durch die Erfahrung der Pandemie eine Umkehr notwendig ist. DIE LINKE will eine finanzielle Stärkung des ÖGD und eine bessere Koordinierung. Im Mittelpunkt der Arbeit des ÖGD muss die soziale Komponente von Gesundheit stehen. Pandemie- und Katastrophenschutzpläne müssen fortgeschrieben und auf kommunaler Ebene durch den ÖGD regelmäßig auf ihre Funktionalität überprüft werden. Im Mittelpunkt der Arbeit des ÖGD muss die soziale Komponente von Gesundheit stehen. Er muss eine tragende Rolle bei Fragen der Prävention erhalten. Der Bund muss die Mittel für die Schaffung von Landesgesundheitsämtern in den Bundesländern bereitstellen und dafür sorgen, dass Vorhaltekosten für Material und Behandlungskapazitäten komplett gedeckt werden.
Themen:
Gesundheit und Pflege
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Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat ihre Stabilität und Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren, auch in der Pandemie, unter Beweis gestellt. Es stellt sich die grundlegende Frage, wie der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen noch fairer gestaltet werden kann. Aus Sicht der Ersatzkassen braucht es eine einheitliche Bundesaufsicht für alle Krankenkassen. Die Zersplitterung der Aufsichtsverantwortung mit der Folge unterschiedlicher Aufsichtspraxen zwischen Bund und Ländern bremst allzu oft regionale Initiativen zur Versorgungsverbesserung. Stimmen Sie dieser Position zu?
Ja, aus unserer Sicht spricht viel für eine bundeseinheitliche Aufsicht über die Krankenkassen. Dies ist allerdings ohne eine Zustimmung mit Zweidrittelmehrheit auch im Bundesrat aufgrund der erforderlichen Grundgesetzänderung unmöglich.
Themen:
Gesundheit und Pflege