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GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.
Gesellschaft für Projektmanagement
GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.
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Wie bewerten Sie den Beitrag projektbasierten Lernens und Lehrens zur Qualität von Bildung?
Projektbasiertes Lernen ist eine handlungsorientierte Lernform, die sich inhaltlich an den Interessen der Lernenden orientiert und ihnen eine soziale Lernumgebung anbietet. Schüler:innen werden so aktiv in das Lernen eingebunden, sie üben selbstständiges Lernen und das Lösen von Problemen. Wir halten das projektbasierte Lernen daher für richtig und wichtig. Wir meinen, dass die kollaborative und soziale Ausprägung der Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse beim projektbasierten Lernen eine äußerst demokratische Form des Lehrens und Lernens darstellt. Bildungsprozesse sollen schließlich demokratische Mitwirkung und Mitentscheidung ermöglichen.
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Wie bewerten Sie das Potenzial stärkerer Projektorientierung/-didaktik & des Erwerbs von Projektkompetenz in Schule und Ausbildung für die Bewältigung der Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels & Befähigung zur Gestaltung von Zukunft, Gesellschaft & (bspw. digitaler) Innovation?
Wir schätzen das Potential stärkerer Projektorientierung in Schule und Ausbildung für die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen als sehr hoch ein und befürworten einen verstärkten Einsatz. Das projektbasierte Lernen bietet den Lernenden die Möglichkeit, Verantwortung für die Organisation und den Ablauf eines Projekts zu übernehmen und zu einer selbstbestimmten Problemlösung zu gelangen. Ausgeprägte Problemlöse- sowie Projektkompetenzen werden für die Bewältigung künftiger Herausforderungen unerlässlich sein.
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Welche Rahmenbedingungen halten Sie in den genannten Zusammenhängen für förderlich und welche Maßnahmen auf Bundesebene für gestaltbar?
Schule und projektbasiertes Lernen brauchen Menschen und Räume, die Neugier wecken, Platz für Mitgestaltung und fürs Ausprobieren bieten. Es braucht mehr fach- und jahrgangsübergreifende Angebote an den Schulen. Zudem könnten Möglichkeiten des selbstbestimmten Lernens und des gemeinschaftlichen Lernens in heterogenen Lerngruppen stärker genutzt werden. Alle Schulen sollten sich zum sozialen Umfeld hin öffnen und mit Verbänden, Vereinen, Unternehmen, demokratischen Strukturen im Territorium und darüber hinaus zusammenarbeiten. Außerunterrichtliche und außerschulische Bildungsangebote, die jede und jeder individuell nutzen kann, tragen zu Vielfalt der Bildungslandschaften bei. Auf Bundesebene wollen wir ein Bildungsrahmengesetz für alle Bildungsbereiche implementieren, damit gleiche Rechtsansprüche, soziale und personelle Rahmenbedingungen in allen Ländern gesichert werden können. Zudem muss die Mangelwirtschaft in der Bildung beendet werden. Wir wollen, dass Bund, Länder und Kommunen in der Bildung zusammenarbeiten können. Wir wollen das Kooperationsverbot komplett aufheben und Bildung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankern.
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Wie beurteilen Sie die Idee, eine Projekt-Governance-Richtlinie auf Bundesebene zu etablieren, um klare Verantwortungsstrukturen und eine förderliche Projektkultur für öffentliche Großprojekte und Transformationsprogramme zu schaffen?
Eine Projekt-Governance-Richtlinie auf Bundesebene ist grundsätzlich eine gute Idee. Es kommt darauf, eine solche Richtlinie so zu konkretisieren, dass die Planungskapazitäten des Bundes inhaltlich besser, personell stärker und in der Umsetzung effizienter werden.
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Würde sich Ihre Partei dafür einsetzen, gezielte Schulungen für die Führungsebene in Politik und Verwaltung einzuführen und zu finanzieren, um diese auf ihre Rolle in Projekten (z.B. als Auftraggeber) angemessen vorbereiten zu können?
Auf jeden Fall. Solche Schulungen wären sehr sinnvoll.
6
Würde sich Ihre Partei dafür einsetzen, die Verankerung von Programm- und Portfoliomanagement voranzutreiben, zum Beispiel durch entsprechende Erwähnung im Koalitionsvertrag?
Wäre denkbar, aber wohl nicht unsere allerhöchste Priorität.
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Stimmt Ihre Partei der Notwendigkeit von breit angelegten PM-Qualifizierungen für Politik und Verwaltung zu?
Auf jeden Fall. Unzureichendes Verwaltungshandeln könnte wenigstens zum Teil durch PM-Qualifizierung eingedämmt werden.
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Würde sich Ihre Partei für eine stärkere Standardisierung des Projektmanagements einsetzen und dafür auf bestehende Kompetenzstandards, wie z.B. die ICB 4.0 zugreifen wollen?
Wäre denkbar. Standardisierungen müssen allerdings hinreichend flexibel sein, um den Besonderheiten des jeweiligen Handlungsfeldes gerecht zu werden. Verwaltungshandeln kann nicht und sollte auch nicht in simpler Analogie zu kommerziellem Projektmanagement organisiert werden.