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Deutscher Wanderverband (DWV)
Wanderverband
Deutscher Wanderverband (DWV)
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Fundament des Freizeit- und Urlaubsmarktes „Wandern“ ist eine nachhaltig und an die wachsenden Bedürfnisse in unserer Gesellschaft angepasste, oft Ländergrenzen übergreifende Wanderinfrastruktur. Unterstützen Sie die DWV-Forderung nach einer bundesweiten Koordinierungs- und Kompetenzstelle Wandern?
DIE LINKE. unterstützt diese Forderung des DWV. Insgesamt bleibt in der Tourismuspolitik zu Vieles
bisher nur Stückwerk. Eine stärkere Zusammenfassung und Koordinierung regionaler Bemühungen ist notwendig. In diesem Zusammenhang ist auch eine bundesweite Koordinierungs- und Kompetenzstelle Wandern sinnvoll.
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Wandern heißt Gesundheit, Wanderinfrastruktur, Sport, Naturschutz, Tourismus, Ehrenamt und vieles mehr. Welchem Ministerium ordnen Sie das vielseitige und langfristige Engagement des Deutschen Wanderverbandes federführend zu und werden Sie sich für eine institutionelle Förderung einsetzen?
Eine institutionelle Förderung des Wanderns ist angebracht. Dies sollte über ein zu schaffendes
Tourismusministerium des Bundes erfolgen. Der gesamte Tourismusbereich wird bisher im
Wirtschaftsministerium nebenher „mitgemacht“. Das wird der Bedeutung – auch der ökonomischen
– des Tourismus nicht gerecht. Ein solches Ministerium könnte auch die institutionelle Förderung des Wanderns übernehmen.
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Fußverkehr und das Wandern sind klimaneutral und sensibilisieren die Bevölkerung insbesondere auf naturnahen Wegen für den Naturschutz. Was konkret wollen Sie für die Stärkung des Fußverkehrs tun bzw. besitzt Ihre Partei eine Fußverkehrsstrategie und wenn ja – wie sieht diese konkret aus?
DIE LINKE. setzt sich für einen sozial-ökologischen Wandel ein. Dazu gehört auch die Organisierung
der Verkehrswende. Für uns ist klar, dass die Zeit der autogerechten Stadt vorbei ist. Verkehrswende
bedeutet nicht neben den bestehenden Mobilitätsformen einfach immer neue hinzuzufügen. Die Probleme aus dieser fehlgeleiteten Politik beobachten wir jeden Tag in den Städten. Die Fußgänger müssen sich die Wege nun auch teilen mit E-Roller-Fahrern. Der individualisierte Autoverkehr wird im urbanen Raum begrenzt werden müssen zugunsten anderer Mobilitätsformen, die weniger (oder
keine) gesellschaftlichen Folgekosten verursachen. Dazu gehören sichere Wege für den Fußverkehr
ebenso wie eine Stärkung desselben im Straßenverkehrsrecht.
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Wandern ist Breitensport, aber rechtlich noch immer nicht als organsierter Sport anerkannt. Was wollen Sie dafür tun, dass die ehrenamtliche Arbeit der Organisationen unter dem Dach des DWV hinsichtlich Förderungen und rechtlicher Stellung mit denen für Sportorganisationen gleichgestellt wird?
Hier kann eine Anerkennung als Sport die Förderung erleichtern. Dies ist in der kommenden
Wahlperiode anzustreben.
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Die mit jährlich 2,3 Mio. Stunden ehrenamtlich geleistete Arbeit unserer Mitgliedsvereine ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft, sie wird durch zunehmende Bürokratisierung jedoch immer mehr eingeschränkt. Was wollen Sie tun, um das bürgerschaftliche Engagement dauerhaft zu stärken?
Das Ehrenamt leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Gestaltung einer lebenswerten Gesellschaft in
Deutschland. Bürokratische Hürden sollen abgebaut werden durch eine Entlastung bei Nachweisen
und Verwaltungsaufwand.