Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021

BFB-Mitgliedermagazin "der freie beruf"

Magazin "der freie beruf"

BFB-Mitgliedermagazin "der freie beruf" - Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe, darunter sowohl Selbstständige als auch Angestellte, in Deutschland. Allein die rund 1,45 Millionen wirtschaftlich selbstständigen Freiberufler steuern 10,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Sie beschäftigen über 4,3 Millionen Mitarbeiter – darunter rund 127.000 Auszubildende. Hierzu erwarten wir im Verlauf des Juli aktualisierte Zahlen. Aus unserer Gesellschaft sind die Freien Berufe nicht wegzudenken. Sie stehen den Bürgerinnen und Bürgern in den sensibelsten Bereichen ihres Lebens zur Seite, genießen deren Vertrauen und erreichen Kontaktzahlen in Millionenhöhe. Weitere Zahlen zu den Freien Berufen und ihren wichtigen Beiträgen für unsere Gesellschaft sowie unser Gemeinwohl – von der Stabilisierung unserer Demokratie bis hin zur Integration – finden Sie in den beigefügten Positionen der Freien Berufe zur Wahl zum Deutschen Bundestag 2021. Mit großem Interesse sehen auch die Freien Berufe, sieht auch der BFB als deren Dachverband der diesjährigen Wahl zum Deutschen Bundestag entgegen, schließlich setzen die zur Wahl stehenden Parteien in puncto „Zukunft der Freien Berufe“ naturgemäß unterschiedliche Schwerpunkte. Wir werden hierzu in der nächsten Ausgabe unseres Magazins „der freie beruf“ die Wahlprogramme der aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien mit Blick auf die Freien Berufe und deren Positionen einander gegenüberstellen. Verbinden werden wir dies wie auch bei den vorangegangenen Wahlen mit einem Statement jeder Spitzenkandidatin, jedes Spitzenkandidaten der aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zur Zukunft der Freiberuflichkeit.

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Was bringt die nächste Legislaturperiode für die Freien Berufe gerade auch angesichts ihrer herausragenden Leistungen während der Krise?“
Selbstständige und freiberufliche Tätigkeit ist aus unserer Sicht ein zentraler Bestandteil einer vernünftigen Wirtschaftsordnung. Ein hohes Maß unternehmerischer Eigenverantwortung ist unerlässlich. Dabei darf soziale Gerechtigkeit nicht vernachlässigt werden. Deshalb wollen wir niedrige und mittlere Einkommen steuerlich entlasten. Hohe Einkommen müssen stärker besteuert werden. Als Faustregel unseres Steuerkonzepts gilt: Wer als Single weniger als 6.500 Euro im Monat brutto hat, zahlt nach unserem Tarif weniger. Prekäre Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit wollen wir vermeiden. Deshalb fordert DIE LINKE bundesweite branchenspezifische Mindesthonorare, die einem ruinösen Preiswettbewerb entgegenwirken und Soloselbstständige schützen. Diese branchenspezifischen Mindesthonorare sind allen privaten und öffentlichen Auftraggebern verbindlich vorzuschreiben. Wichtig ist aber auch der Grundsatz: Soziale Absicherung in allen Arbeitsverhältnissen! Wir wollen sämtliche Tätigkeiten über die Sozialversicherungen absichern. Die Pandemie hat gezeigt, dass viele sozialstaatliche Leistungen zu knapp bemessen sind. Wichtig ist außerdem, dass die Krankenversicherungsbeitrage für Selbstständige und andere freiwillig in der GKV Versicherte sich deutlich stärker am realen Einkommen orientieren.