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Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.)

Verband Hundewesen

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.)

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Unseriöse Anbieter nutzen die Anonymität in Zeitungen und im Internet, um zu junge und kranke Welpen anzubieten. Gemeinsam mit der AG Welpenhandel setzt sich der VDH für Standards ein, die die Identifizierung der Hundehändler ermöglichen. Welche Position hat Ihre Partei zu dieser Thematik?
Beim Handel mit Wild- und Heimtieren besteht immer wieder die Gefahr, dass der Tierschutz dem Profitinteresse zum Opfer fällt. Daher ist der Tierhandel – gleich ob online oder nicht – sehr genau zu regeln. Aus diesem Grunde wird sich DIE LINKE auch weiterhin für eine strenge Regulierung des Tiermarktes einsetzen.

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Eine bundeseinheitliche bzw. europäische Heimtierregistrierung könnte dazu beitragen, den Hundehandel einzuschränken und dem Missbrauch von Tieren vorzubeugen. Wie ist Ihre Meinung hinsichtlich der Möglichkeit einer Registrierungspflicht von Heimtieren?
Wir setzen uns für eine bundesweit einheitliche Chip- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen ein, damit deren Herkunft, Gesundheit und Haltungsbedingungen nachgewiesen werden können. Eine Kennzeichnung hilft, illegalem Handel zu begegnen, und schützt das Tierwohl bei Haltung und Handel.

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Unsere Züchter unterwerfen sich freiwillig strengen Regeln, um Hunde sachkundig zu züchten. Dies gilt nicht für Züchter außerhalb des VDH, die ohne Ausbildung und Kontrolle Hunde züchten. Inwieweit sehen sie die Möglichkeiten einer einheitlichen Regelung („Heimtierzuchtgesetz“) zum Wohle der Hunde?
Die Einführung eines verpflichtenden Sachkundenachweises für angehende Hundehalter halten wir sowohl für zukünftige Hundebesitzer als auch hinsichtlich einer artgerechten Haltung der Hunde für sinnvoll. Dies gilt natürlich umso mehr auch für jene, die Hunde züchten.

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Die TierSchHuV enthält ein Ausstellungsverbot für sog. Qualzuchten. Der VDH hat in Kooperation mit BTK und TiHos einen Fitnesstest entwickelt, der für brachyzephale Rassen als Nachweis dient, dass keine Qualzuchtmerkmale vorliegen. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der Test anerkannt wird?
Es braucht eine kritische Diskussion zu Zuchtzielen. Es muss dabei auch um Schönheitsideale bei Haustieren gehen, die die Tiergesundheit beeinträchtigen. Wir wünschen uns eine Rechtsverordnung, die erblich bedingte Veränderungen und Verhaltensstörungen näher bestimmt und das Züchten von Wirbeltieren bestimmter Arten, Rassen und Linien verbietet oder beschränkt, wenn dieses Züchten zu Verstößen gegen Absatz 1 führen kann. Außerdem muss das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Gutachten zu §11b TierSchG aktualisieren. Im Zusammenhang mit dem großen Dialog zwischen Gesellschaft und Fachleuten zur Zukunft der Tierhaltung werden tierschutzgerechtere Standards gebraucht. Ethisch vertretbar statt Maximum. Dafür müssen proaktive Regelungen geschaffen werden, die Tierhalter:innen und Tiere unterstützen. Ein Fitnesstest zur Feststellung von Qualzuchtmerkmalen ist dabei sicherlich auch eines der geeigneten Mittel.