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DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.

Ophthalmologische Gesellschaft

DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.

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Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht die vom BMBF geförderten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung in Zukunft für die Forschung in Deutschland und wie sollten diese weiterentwickelt werden?
Für DIE LINKE stellen die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) einen wichtigen Baustein in der deutschen Forschungs- und Versorgungslandschaft dar. Eine translationsfähige Forschung ist aus unserer Sicht unabdingbar, um den sogenannten Volkskrankheiten entgegenzuwirken und neue Ansätze in Therapie, Diagnostik und Prävention zu entwickeln. Allerdings sollte die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und nicht die ökonomische Verwertbarkeit im Vordergrund der Bemühungen stehen. Die DZG sollten daher auf eine langfristige und verlässliche Förderung gestellt werden, die sowohl der notwendigen Grundlagenforschung als auch den Translationsprozessen Rechnung trägt. Ziel muss es sein, nachhaltige Strukturen und Kompetenzen innerhalb der DZG aufzubauen. Die Attraktivität für Nachwuchswissenschaftler:innen sollte gesteigert werden, indem innerhalb der DZG Förderprogramme und Karrieremöglichkeiten geschaffen werden. Zudem erscheint es sinnvoll, die Zivilgesellschaft in die Arbeit der DZG einzubeziehen und die DZG auch untereinander zu vernetzen, um fachübergreifend an Krankheiten forschen zu können.

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Wo sehen Sie den besonderen Nutzen der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung?
Die DZG können aus Sicht der Partei DIE LINKE einen Beitrag zur Vernetzung von Forschung, Versorgung, Gesellschaft und Wirtschaft leisten. Im Idealfall wird so die Translationsfähigkeit der Gesundheitsforschung deutlich verbessert. Aus unserer Sicht sollten die weiteren Netzwerkeffekte, die in der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses und in der Etablierung einer leistungsstarken Forschungsinfrastruktur, ebenso als gesellschaftlicher Gewinn betrachtet und dementsprechend gefördert werden.

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Wie werden Sie die Etablierung neuer Deutscher Zentren der Gesundheitsforschung unterstützen?
DIE LINKE steht dem Aufbau weiterer DZG offen gegenüber. Die treibende Kraft sollte dabei die Verbesserung der gemeinwohlorientierten Forschung, Versorgung und Translation sein. Die Auswahlverfahren sollten daher anhand wissenschaftlicher Leistungskriterien und unter Einbezug der Zivilgesellschaft stattfinden, um sowohl wissenschaftliche Kompetenz als auch gesellschaftlichen Bedarf zu prüfen. Darüber hinaus wollen wir die Universitätsklinken finanziell stärken, damit die Zahl an Forschungsaktivitäten in den noch nicht als DZG organisierten Fachbereichen erhöht werden kann, um die Grundlagen für die Etablierung von DZG in diesen Fachbereichen zu schaffen.

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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft fordert die Einrichtung eines Deutschen Zentrums der Gesundheitsforschung für die Augenheilkunde. Warum ist für Ihre Wählerinnen und Wähler die Einrichtung eines Deutschen Zentrums der Gesundheitsforschung für die Augenheilkunde besonders wichtig?
In einer zunehmend alternden Gesellschaft nehmen Augenkrankheiten zu und können aufgrund ihrer großen Verbreitung als Volkskrankheiten angesehen werden. Die Entwicklung von neuen Therapieverfahren und die Hoffnung auf frühere Diagnosen und verbesserte Prävention dieser Krankheiten beschränken sich in ihrer Relevanz nicht auf einzelne Wähler:innengruppen, sondern sind gesamtgesellschaftlich wichtig.

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Ein solches Zentrum optimiert den Transfer von innovativen Forschungsergebnissen in die Anwendung und leistet damit einen Beitrag, Augenerkrankungen in Zukunft noch besser behandeln zu können. Was wären aus Ihrer Sicht das wichtigste Ziel, die zentralen Forschungsanliegen, eines solchen Zentrums?
DIE LINKE will in Abstimmung mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft die aktuellen gesellschaftlichen, gesundheits- und forschungspolitischen Bedarfe und vielversprechenden Forschungsansätze bestimmen. Anhand dieser sollen die Translationsziele und Forschungsaktivitäten eines DZG für Augenheilkunde formuliert werden. Dabei sollen die Dynamik innerhalb eines DZG und insbesondere die Grundlagenforschung nicht durch zu strikte Zielvorgaben behindert werden.

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Rund 18 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Grünen oder Grauen Star, diabetischer Retinopathie oder einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Welche Initiativen wird Ihre Partei ergreifen, um ein Deutsches Zentrum der Gesundheitsforschung für die Augenheilkunde zu schaffen?
DIE LINKE findet es sinnvoll, ein Deutsches Zentrum der Gesundheitsforschung für Augenheilkunde zu etablieren, um die genannten Volkskrankheiten besser zu bekämpfen. Wir begrüßen die Stärkung der regionalen Partner innerhalb eines DZG und der Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Wie wir die Gründung eines solchen Zentrums unterstützen wollen und welche Ausrichtung es hat, ist in den Antworten auf die Fragen 3 und 5 skizziert.

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Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eigenständige, kompetente und gut strukturierte Forschungsaktivitäten sind. Wie werden Sie als Partei die universitäre Forschung künftig stärken?
DIE LINKE steht für eine Umkehr des in den 90er Jahren begonnenen Trends, Wissenschaft und Forschung zunehmend durch Drittmittel zu finanzieren. Wir wollen eine auskömmliche Grundfinanzierung der Hochschulen sicherstellen, die Wissenschaftler:innen vom Antragswesen entlastet und eine interessengeleitete Forschung ermöglicht. Um die anwendungsorientierte Forschung zu stärken, will DIE LINKE Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften das Promotionsrecht verleihen und ihren Mittelbau deutlich vergrößern. Wir versprechen uns davon auch Impulse in die regionale KMU-Landschaft. Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen weiter fördern und ausbauen. Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften müssen bei der Vergabe von DFG-Geldern besser berücksichtigt werden. Für DIE LINKE ist Grundlagenforschung ebenso wichtig wie anwendungsorientierte Forschung. Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten ein starker Fokus auf die wirtschaftlich unmittelbar verwertbare Anwendungsforschung etabliert. Für DIE LINKE gilt es daher nicht nur, die anwendungsorientierte Forschung zu stärken, sondern auch die Grundlagenforschung auszubauen.

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Neben Forschung müssen eine gute Patientenversorgung und die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses bei immer knapperen personellen und finanziellen Ressourcen gewährleistet werden. Was sind Ihre Vorhaben, um die Universitätsmedizin zu stärken? Welche Rolle soll Forschung dabei spielen?
Neben einer erhöhten Grundfinanzierung von Hochschulen würden Universitätskliniken von einer Abkehr vom Fallpauschalensystem profitieren. Für DIE LINKE bildet diese Behandlungsvergütung finanziell nicht das ab, was zu den Aufgaben der Universitätsmedizin gehört: Maximalversorgung, Forschung und Lehre. Diese systemische Unterfinanzierung behindert damit auch die klinische Forschung unmittelbar. Das BMBF-Rahmenprogramm Gesundheitsforschung muss daher aus unserer Sicht weiterentwickelt werden, um diesen Problemen Rechnung zu tragen. Des Weiteren dürfen Universitätsklinken nicht unter dem akuten Einnahmeausfall durch die Corona-Pandemie leiden. Es müssen unkompliziert und ausreichend Gelder zur Verfügung gestellt werden, um die Ausfälle ausgleichen zu können.