Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021

Schwulenberatung Berlin

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Mit welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei den Zugang zur Gesundheitsversorgung für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen verbessern und eine diskriminierungsarme Gesundheitsversorgung sicherstellen?
DIE LINKE fordert in ihrem Wahlprogramm queere Gesundheitszentren mit Schwerpunkt trans* und inter* auch in Kleinstädten und ländlichen Gebieten. Neben den queeren Gesundheitszentren braucht es Weiterbildungsangebote bzw. Ausbildungs- und Studiencurriculae für Ärzt*innen, medizinisches Personal sowie Pflegekräften, um geschlechtersensible Kompetenzen auszubauen. Alle Menschen haben ein Recht auf eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung - dies muss das Ziel sein. Außerdem werden wir unseren Antrag auf gesetzliche Verankerung bedarfsgerechter Gesundheitsversorgung für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen weiter verfolgen (*LINK*). Mit der Aufnahme der Bedarfe ins Sozialgesetzbuch V würde Rechtssicherheit hergestellt. Die Praxis fachlich überkommener und unnötiger Antragsverfahren auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse und die damit verbundene Verpflichtung, auch ohne psychische Erkrankung und eigenen Behandlungswunsch eine Psychotherapie zu durchlaufen, muss aufhören.
Themen: Queer und Trans

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Durch welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei eine flächendeckende, diskriminierungssensible Unterstützung und Versorgung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ*) Geflüchtete fördern?
Wir wollen queere Geflüchtete absichern und stärken. Queeren Menschen, die verfolgt werden, muss uneingeschränkt Asyl bzw. Schutz gewährt werden, das gilt akut auch und besonders angesichts der Situation in Afghanistan. Wir wollen keine Abschiebungen – auch nicht in sogenannte sichere Herkunftsländer – und kämpfen mit Flüchtlings- und queeren Initativen gegen Abschottung und repressive Gesetze. Wir wollen flächendeckend Fachstellen für LSBTIQA*-Geflüchtete einrichten und (Peer-to-peer-)Möglichkeiten der interkulturellen, inklusiven und ggf. psychologisch stabilisierenden Beratung auf Augenhöhe ausbauen. DIE LINKE fordert zudem die dezentrale Unterbringung von queeren Geflüchteten (wie insgesamt von geflüchteten Menschen), den kostenlosen und zeitgemäßen Zugang zum Internet, Recht auf barrierefreie, gesundheitliche Versorgung unabhängig vom Aufenthaltsstatus und den Ausbau spezifischer Vernetzungs- und Hilfsangebote für queere Geflüchtete.
Themen: Queer und Trans