Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021

AGTCM

AGTCM

AGTCM

1

Die AGTCM als großer dt. interdisziplinärer Fachverband für Chinesische Medizin, in dem Heilpraktiker:innen und Ärzt:innen organisiert sind, fragt, welche Bedeutung Sie bewährten und z.T. wissenschaftlich belegten Verfahren der Traditionellen und Komplementärmed. wie der Chinesischen Med. beimessen.
Die Fragen 1 bis 8 werden zusammen beantwortet. DIE LINKE möchte alle Behandlungsmethoden mit wissenschaftlich anerkanntem Patientennutzen in die Regelversorgung der GKV überführen. Die Bewertungsverfahren dafür müssen in der Selbstverwaltung gestrafft und die Regelungen zur Nutzenbewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsverfahren (NUB) praxistauglich ausgestaltet und zeitlich gestrafft werden. Die Zulassung von Behandlungsmethoden für die kassenärztliche Versorgung darf nicht davon abhängen, ob sie einer bestimmten Heiltradition angehören. Für DIE LINKE zählt allein der nachgewiesene Patientennutzen, der durch eine sinkende Krankheitslast (Morbidität), eine sinkende Sterblichkeit (Mortalität) und/oder bessere gesundheitliche Lebensqualität in aussagekräftigen Studien nachgewiesen wird. Wir begrüßen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit der Zulassung der Akkupunktur bei bestimmten Erkrankungen gezeigt hat, dass Behandlungsmethoden nicht aus ideologischen Gründen ausgeschlossen sind. Entsprechend sollten alle wirksamen Methoden in der medizinischen Regelversorgung zur Anwendung kommen, wenn sie fachlich indiziert sind. In diesem Sinne ist jede gute Behandlung integrativ und eine Unterscheidung zwischen Schul- und Komplementärmedizin überflüssig. Da entsprechende Studien aufwendig sind und gerade bei Methoden, die nicht zentral ein patentierbares Produkt beinhalten (Arzneimittel, Medizinprodukte) wenig Möglichkeiten dafür existieren, fordert DIE LINKE seit langem einen großen, steuerfinanzierten Fonds für unabhängige Gesundheitsforschung. Damit sollen Bereiche, die von der kommerziellen Forschung vernachlässigt werden im Gemeinwohlinteressen beforscht und die Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht werden. Darüber bestünde auch für TCM-Methoden die Möglichkeit für öffentlich finanzierte Forschungsvorhaben, wenn sie jeweils im öffentlichen Interesse liegen.

2

Mittlerweile befürworten etwa 2/3 der Bevölkerung naturheilkundliche Verfahren. Nur knapp 10 % der deutschen Bevölkerung lehnt sie ab. Wie stehen Sie zu dem Ansatz, anerkannte naturheilkundliche Verfahren durch einen integrativen Ansatz ergänzend zur Schulmedizin einzusetzen?
Siehe Antwort auf Frage 1

3

Viele Menschen wenden sich (oft zusätzlich) an TCM- oder andere komplementärmedizinisch tätige Therapeut:innen, weil sie sich dort als Ganzes gesehen fühlen. Welche Konzepte für eine integrative Medizin, die neben der Schulmedizin auch komplementäre Methoden bietet, haben Sie?
Siehe Antwort auf Frage 1

4

Wie sehen Sie den Stand der gut in komplementärmedizinischen Verfahren ausgebildeten Heilpraktiker:innen im Gesundheitssystem in Deutschland?
Siehe Antwort auf Frage 1

5

Welche Bedeutung messen Sie einer qualitativ anspruchsvollen Ausbildung in einem komplementärmedizinischen Verfahren bei?
Siehe Antwort auf Frage 1

6

In Deutschland gibt es die Therapievielfalt. Wie stehen Sie in Ihrer Partei dazu?
Siehe Antwort auf Frage 1

7

Wie stehen Sie in Ihrer Partei zu der freien Wahl der Patient:innen sowohl nach Therapievielfalt als auch nach der Wahl der Therapeut:innen?
Siehe Antwort auf Frage 1

8

Der TCM und anderen Methoden wird häufig vorgeworfen, ihre Wirksamkeit nicht nachweisen zu können. Entsprechende Studien sind aber teuer und können von den Vertretern der TCM nicht finanziert werden. Werden Sie dazu beitragen, die Diskussion zu versachlichen und Wirksamkeitsstudien unterstützen?
Siehe Antwort auf Frage 1