Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021
Deutscher Aero Club e.V.
Aero Club
Deutscher Aero Club e.V.
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Der Luftraum ist der Sportplatz der Piloten. Bei der Deutschen Flugsicherung sind wir anerkannter und respektierter Gesprächspartner für kooperative Luftraumgestaltung. Wie werden Sie sicherstellen, dass der Luftraum für den Luftsport nicht weiter eingeschränkt, sondern gemeinsam gestaltet wird?
Die Bundestagsfraktionen sind an der Luftraumgestaltung und den Gesprächen zwischen der Deutschen Flugsicherung und dem Deutschen Aero Club nicht direkt beteiligt. Insofern können wir uns nur bei konkreten Problemen, bei denen man uns um Unterstützung bittet, aktiv werden. Dafür steht DIE LINKE gern zur Verfügung.
Themen:
Bund und Länder,
Natur- und Umweltschutz
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Piloten haben einen besonderen Blick auf dieses Land. Sie erfahren intensiv die Schönheit, aber auch die zunehmende Gefährdung unserer Umwelt. Fliegen ist mehr als ein kurzer Spaß. Wie möchten Sie den Luftsport unterstützen, umwelt- und klimafreundlicher zu werden, ohne die Ausübung einzuschränken?
Auch der Luftsport muss einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – genau wie alle anderen. Im Gegensatz zum gewerblichen Luftverkehr, welcher in großer Höhe stattfindet und dementsprechend die Nicht-CO2-Effekte des Fliegens wie z.B. Wolkenbildung voll zum Tragen kommen, werden im Bereich des Luftsportes weniger Maßnahmen vonnöten sein. Dies schließt eine längere Übergangszeit bis zum Ausschluss fossilen Kerosins ein. Darüber hinaus sollen Forschungsmittel für die Luftfahrt auch dem Luftsport zur Verfügung gestellt werden, um die Entwicklung alternativer Antriebe zu fördern. So kann mittelfristig der Klimaschutz gestärkt werden, ohne die Ausübung des Sportes wesentlich einzuschränken.
Themen:
Bund und Länder,
Natur- und Umweltschutz
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Die Flugplätze der Luftsportler sind nachweislich wertvolle Lebensräume - auch für gefährdete Pflanzen und Tiere. Der sichere Flugbetrieb verlangt, dass der Großteil der Flächen nur extensiv genutzt wird. Wie wollen Sie den Vereinen helfen, diese wichtigen Biotope nachhaltig zu erhalten?
Flugplätze sind wertvolle Lebensräume, dies trifft sogar bei einigen Verkehrsflughäfen zu. Da der Erhalt dieser Biotope vor allem durch deren extensive Bewirtschaftung erreicht wird und dies seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird, ist kein bundespolitischer Handlungsbedarf gegeben. Sollten sich dies grundlegend ändern, kommen bestandschützende Maßnahmen in Betracht, welche jedoch primär über die Landesentwicklungspläne der Länder in Kraft gesetzt werden müssen.
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Natur- und Umweltschutz
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„Verstehen statt verbieten“ ist seit vielen Jahrzehnten das Motto der gemeinsamen Arbeit der Umweltschützer und Luftsportler. Das Ergebnis: Freiwillige, gemeinsam abgestimmte Maßnahmen für sensible Landschaften schützen effektiv - besser als Verbote! Werden Sie diesen Weg unterstützen?
Ja. Vielerorts werden mit großem Aufwand von Sportvereinen und Umweltverbänden Konzepte zum Schutz sensibler Habitate erstellt. Diesen erfolgreichen Weg sollte man weitergehen, da nur auf diesem Wege passgenaue Maßnahmen, die den lokalen Erfordernissen gerecht werden, ergriffen werden können. Freiwillige Maßnahmen müssen jedoch stets im Einklang mit dem Naturschutzrecht stehen.
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Luftsport ist ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Unsere Vereine leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur sinnvollen Freizeitgestaltung. Dabei geht es ebenso um anspruchsvolle Technik wie um soziales Miteinander. Wie wollen Sie Ehrenamt und Vereine fördern?
Anerkennung von freiwilligem Engagement muss verbessert werden. DIE LINKE will zusammen mit den Ländern und Kommunen einen bundesweit einheitlichen Freiwilligenpass schaffen, der Vergünstigungen und kostenlose Nutzung von Freizeit-, Kultur-, und Bildungseinrichtungen ermöglicht.
Weiter möchten wir die neu gegründete Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt stärker auf die Förderung bestehender Engagementsstrukturen ausrichten und die Rolle der Zivilgesellschaft weiter stärken.
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Deutsche Luftsportler sind im internationalen Wettbewerbsgeschehen außerordentlich erfolgreich und erkämpfen viele Medaillen. Für unser Land ist das ein erheblicher Imagegewinn. Wie wollen Sie den nichtolympischen Spitzensport fördern und insbesondere den Luftsport?
DIE LINKE hat sich im Bundestag immer wieder für eine stärkere (finanzielle) Förderung der nichtolympischen Sportverbände und -arten im Verhältnis zu den olympischen Sportarten eingesetzt und wird das auch künftig tun.
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Natur- und Umweltschutz
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Flugplätze sind für die Infrastruktur unverzichtbar, speziell in strukturarmen Räumen. Unsere Flugzeuge werden überwiegend von mittelständischen Betrieben produziert und vertrieben. Werden Sie den Luftsport als Teil des Luftverkehrs in Ihrer Verkehrspolitik unterstützen? Mit welchen Maßnahmen?
Strukturarme Räume benötigen aus unserer Sicht in erster Linie einen starken Ausbau von ÖPNV und Zugverbindungen. Darauf liegt ganz eindeutig unsere Priorität. Kleine Flugplätze bieten der Natur der Sache nach nur einem sehr kleinen Kreis von Menschen eine zusätzliche Mobilitätsoption.
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Der rechtliche Rahmen für den Luftsport ist streng. Wie steht Ihre Partei dazu, dass alle Piloten von Motorflugzeugen und Motorseglern sich vor Beginn ihrer Ausbildung und dann alle fünf Jahre auf eigene Kosten einer Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) unterziehen müssen?
Wir halten die Zuverlässigkeitsüberprüfung für notwendig und die Übernahme der Kosten durch die Piloten für zumutbar. Ggf. können die Vereine finanzschwache Mitglieder hier solidarisch unterstützen.
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