Wahlprüfstein Bundestagswahl 2021
CellAg Deutschland e.V.
CellAg
CellAg Deutschland e.V.
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Wie ist die Position der Linke zu zellulärer Landwirtschaft (z.B. kultiviertem Fleisch)? Wie ist das Thema in Parteiprogramm und Wahlprogramm verankert (bzw. in Planung)?
DIE LINKE sieht kultiviertes Fleisch skeptisch, weil eine Labornachahmung der Natur bestenfalls unvollständig gelingt und es andere Wege gibt, den Tier- und Umweltschutz zu stärken. Uns geht es nicht um Symptomlinderung, sondern Beseitigung der strukturellen Ursachen. Zudem sind die Auswirkungen der zellulären Landwirtschaft auf das aktuelle Landwirtschaftssystem nicht berücksichtigt und die Risiken für Verbraucher:innen noch nicht ausreichend erforscht. Eine nachhaltige Nutztierhaltung gehört aus unserer Sicht zu einem naturgemäßen landwirtschaftlichen Stoffkreislauf.
Die Reduktion des Fleischkonsums ist aus verschiedenen Gründen vernünftig. DIE LINKE fordert schon lange ein sozial gestaltetes Umbauprogramm für die landwirtschaftlichen Betriebe, die Tierhaltung beenden oder reduzieren wollen (oder müssen) und sie beim Aus- oder Umstieg unterstützt. Gleichzeitig muss die Ernährungssouveränität sozial gesichert werden, vorzugsweise mit Weidetierhaltung, die tiergerecht gleichzeitig am besten Klima und biologische Vielfalt schützt.
Themen:
Verbraucherschutz,
Natur- und Umweltschutz
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Wie plant die Linke das Thema zelluläre Landwirtschaft in ihre politische Agenda aufzunehmen und welche Maßnahmen sind geplant, um diesen neuen Wirtschaftszweig zu unterstützen und zu fördern?
DIE LINKE will eine flächengebundene, d.h. am Standort und in der Region gedeckelte, tiergerechte Tierhaltung. Frisches Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte müssen als Hauptbestandteil nachhaltiger Ernährung für alle erschwinglich sein. Wir kämpfen für eine nachhaltige, hochwertige und kostenfreie Verpflegung in Schulen und Kitas. Die Stärkung von Anbau, Verarbeitung und Vermarktung in regionalen, kooperativen Lieferketten muss dazu beitragen, den niedrigen Selbstversorgungsgrad zu erhöhen. Die staatliche Förderung der bisher vom falschen System profitierenden Konzerne in der Lebensmittelkette lehnt DIE LINKE ab. Klimakrise, die Biodiversitätskrise und die soziale Krise oder Tierschutzprobleme sind Systemfehler, die korrigiert werden müssen. Weil vegetarische, vegane oder kultivierte Alternativen von denselben Konzernen für Maximalprofit verarbeitet und vermarktet werden, lindern sie bestenfalls Symptome, lösen das Problem selbst aber nicht.
Themen:
Verbraucherschutz,
Natur- und Umweltschutz