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Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. - EULAR ist der europäische Dachverband, der wissenschaftlichen Gesellschaften, Verbände der Gesundheitsberufe und Organisationen von Menschen mit RMDs in ganz Europa vertritt. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V. als größte medizinisch-wissenschaftliche Organisation für Rheumatologie und die größte Patientenselbsthilfeorganisation in Deutschland, die Deutsche Rheuma-Liga, sind aktive Mitgliedsorganisationen der EULAR und bekennen sich ausdrücklich zu dieser Initiative. Es ist unsere Mission, die Behandlung, Prävention und Rehabilitation von Menschen mit diesen Erkrankungen zu verbessern und damit die Krankheitslast für EU-Bürger und ihre Gesellschaften zu verringern.
1
Angesichts der enormen individuellen, sozialen und wirtschaftlichen Belastung durch RMDs sowie der negativen Folgen, die eine verspätete Diagnose und Behandlung für die Gesundheit von Menschen mit diesen Erkrankungen hat, sollten Frühdiagnose und Überweisung an Spezialisten in der Gesundheitspolitik Vorrang haben, und Menschen mit RMDs sollten Zugang zu der sichersten und wirksamsten verfügbaren Behandlung haben, unabhängig davon, wo in Europa sie leben.
Ja.
2
Seit 2009 trägt die Interessengruppe des Europäischen Parlaments für RMDs (gebildet von mehr als 20 Abgeordneten aus verschiedenen Nationalitäten und Fraktionen) dazu bei, die parlamentarischen Aktivitäten zu verschiedenen politischen Themen, die Menschen mit RMDs betreffen, zu fördern (weitere Informationen unter www.eular.org). Würden Sie, falls Sie gewählt werden, einer Interessengruppe des Europäischen Parlaments für RMDs beitreten und deren Aktivitäten unterstützen?
Diese Frage wird jeder unserer dann gewählten Kandidaten für sich beantworten.
3
Es besteht die dringende Notwendigkeit, den europäischen Volkswirtschaften erhebliche Kosten zu ersparen. Angesichts der enormen und zunehmenden Belastung unserer Volkswirtschaften durch RMDs könnte ein koordinierter europaweiter strategischer Ansatz für RMDs wesentlich zu diesem Ziel beitragen.
Einverstanden
4
Die Unterstützung der EU für Gesundheitsforschung und -innovation ist entscheidend für die Verbesserung des Verständnisses, der Prävention und der Behandlung einer Reihe von Krankheiten. Um effektive und effiziente Investitionen zu gewährleisten, sollte die EU-Unterstützung für Gesundheitsforschung und -innovation Bereichen und Themen mit größeren sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen Vorrang einräumen.
Ja
5
Da Menschen mit RMDs oft nicht in der Lage sind, am Arbeitsmarkt teilzunehmen (insbesondere aufgrund unangemessener Arbeitsbedingungen), und angesichts der Auswirkungen, die dies auf die Produktivität unserer Volkswirtschaften sowie auf die Nachhaltigkeit unserer Gesundheits- und Sozialsysteme hat, sollte die EU der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen Vorrang einräumen, die darauf abzielen, RMDs und andere behindernde Bedingungen am Arbeitsplatz zu verhindern und Menschen mit diesen Bedingungen am Arbeitsplatz zu halten.
Ja
6
Laut Eurobarometer sind 70 % der EU-Bürger der Meinung, dass die EU mehr im Gesundheitsbereich tun sollte. Die Europäische Kommission hat jedoch ihre Aktivitäten in diesem Politikbereich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Um die Belastung durch chronische Krankheiten zu verringern, sollte sich die EU aktiver an der Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Entwicklung und Umsetzung der Gesundheitspolitik beteiligen, insbesondere in strategischen Bereichen wie Früherkennung, Prävention chronischer Krankheiten und Zugang zur Gesundheitsversorgung.
Ja
7
Was sollten die Europäische Union und die Mitgliedstaaten Ihrer Meinung nach tun, um die Lebensbedingungen von Menschen mit RMD zu verbessern und die enorme Belastung durch diese Krankheiten in Europa zu verringern?
RMD gehen mit einer besonders starken Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Neben einem guten Zugang zur Gesundheitsversorgung sollte der Prävention ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Die EU kann durch koordinierende und unterstützende Maßnahmen eine Kultur des voneinander Lernens unter den Mitgliedstaaten befördern. Eine qualifizierte Schmerztherapie sollte allen Menschen mit RMD offen stehen. Dafür ist es notwendig, Schmerztherapeut*innen in der ärztlichen Bedarfsplanung zu berücksichtigen und so für ein flächendeckendes Angebot zu sorgen. Auch Rheumatologen sollten separat geplant werden. RMD erfordern häufig eine koordinierte Versorgung von Ärzt*innen und Therapeut*innen unterschiedlicher Fachrichtungen und Berufen. Für DIE LINKE ist es besonders wichtig, hier mehr Kooperation und bessere Organisation zu sorgen, um Patientinnen und Patienten lange Odysseen, Terminwartezeiten und schlechte Abstimmung zu ersparen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Barrierefreiheit im Gesundheitswesen, die auch Menschen mit Handicaps eine gute Versorgung garantiert.
Die Situation von RMD-Betroffenen hängt aber nicht nur von der Gesundheitsversorgung ab. Chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen brauchen den ganzen Schutz der UN-Behindertenrechtskonvention. Das reicht von Nichtbenachteiligung auf dem Arbeitsmarkt bis hin zu politischer und kultureller Teilhabe. In diesem übergreifenden Sinne wollen wir die Lebenssituation von Menschen mit RMD-Erkrankungen verbessern. Damit das auch auf EU-Ebene geschehen kann, kämpfen wir für einen Neustart der EU, für ein sozialeres, demokratischeres Europa. Wir fordern eine Abkehr von dem wirtschaftsliberalen Fokus, der mit unserer patientenorientierten Gesundheitspolitik nicht vereinbar ist.
8
Kennen Sie jemanden, der von einer RMD betroffen ist? (z.B. in der Familie oder unter Freunden oder Kollegen)
Ja